Wirtschaftsgüter

Wirtschaftsgüter erscheinen entweder als materielle Sachgüter oder als immaterielle Dienstleistungen und dienen der unmittelbaren Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Materielle Wirtschaftsgüter werden weiter unterteilt in Konsum- oder Produktionsgüter, wobei diese nochmals jeweils in Gebrauchs- und Verbrauchsgüter unterteilt werden. Bei immateriellen Wirtschaftsgütern in Form von Dienstleistungen ist ebenfalls zu unterscheiden zwischen Dienstleistungen für den Konsum und für die Produktion.

Eigenschaften der Wirtschaftsgüter

Wirtschaftsgüter werden durch die folgenden Eigenschaften charakterisiert:

  • Nützlichkeit,
  • Verfügbarkeit,
  • Übertragbarkeit und
  • Knappheit.

Für die Qualifizierung als solche ist es erforderlich, dass ein Sachgut oder eine Dienstleistung eine derartige Nützlichkeit besitzt, dass diese einen bestimmten Preis rechtfertigt. Ob und inwieweit ein Sachgut oder eine Dienstleistung nützlich ist, kann an unterschiedlichen Orten oder in unterschiedlichem Zusammenhang durchaus verschieden sein.

Sachgüter erlangen im Wirtschaftsprozess erst dann Bedeutung, wenn sie verfügbar sind und gegen Bezahlung übertragen werden können. Dementsprechend ist nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Übertragbarkeit entscheidend, ob es sich im wirtschaftlichen Sinne um ein Wirtschaftsgut handelt.

Während freie Güter unbegrenzt verfügbar sind, handelt es sich bei Wirtschaftsgütern um knappe Güter, mit denen vernünftig und effektiv zu wirtschaften ist. Umso größer die menschlichen Bedürfnisse (= Nachfrage) und desto knapper die hierfür geeigneten Wirtschaftsgüter (= Angebot), desto höher wird deren Preis. Daher erfolgt das Wirtschaften nach dem ökonomischen Prinzip, wonach mit möglichst geringem Einsatz von Wirtschaftsgütern ein möglichst großer Erfolg erzielt wird.