Körperschaftsteuergesetz (KStG)

Das Körperschaftsteuergesetz (KStG) betrifft die Steuerpflicht juristischer Personen und regelt deren Besteuerung auf Basis des zu versteuernden Einkommens. Es ist in die folgenden sechs Teile gegliedert:

  1. Steuerpflicht
  2. Einkommen
  3. Tarif und Besteuerung bei ausländischen Einkunftsteilen
  4. Nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen und Entstehung und Veranlagung
  5. Ermächtigungs- und Schlussvorschriften
  6. Sondervorschriften für den Übergang vom Anrechnungsverfahren zum Halbeinkünfteverfahren

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UG (haftungsbeschränkt)

Die UG (haftungsbeschränkt) – oder auch Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – ist eine Rechtsformvariante zur GmbH und wurde mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen der Rechtsform der GmbH zum 01.11.2008 eingeführt. Es handelt sich um eine Kapitalgesellschaft mit entsprechender Haftungsbeschränkung, auf die sämtliche Vorschriften des GmbH-Gesetzes anzuwenden sind, soweit es diesbezüglich nicht besondere Regelungen gibt. Sie ist vor allem für Existenzgründer kleiner Unternehmen gedacht, die zur Gründung und Einrichtung des Unternehmens wenig Kapital benötigen, aber dennoch nicht auf eine Haftungsbeschränkung verzichten wollen.

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Venture Capital

Venture Capital ist eine Form von Risikokapital, das Unternehmen als voll haftendes Eigenkapital oder eigenkapitalähnliche Finanzmittel zur Finanzierung einer Geschäftsidee oder zu Wachstumszwecken von Investoren zur Verfügung gestellt wird. Als Investoren treten in diesem Bereich vor allem sog. Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) auf, die im Gegenzug Beteiligungen an dem Unternehmen erwerben und dadurch mehr oder weniger Einfluss ausüben.  Continue reading „Venture Capital“

Stille Gesellschaft

Die stille Gesellschaft ist in den §§ 230 ff HGB geregelt und wird durch Abschluss eines formfreien Gesellschaftsvertrages zwischen einem kaufmännischen Unternehmen und einem stillen Gesellschafter errichtet, tritt aber nach außen i.d.R. nicht in Erscheinung. In der Praxis ist die GmbH & Still eine häufig anzutreffende Erscheinungsweise einer stillen Gesellschaft, bei der sich jemand als stiller Gesellschafter an einer GmbH beteiligt. Continue reading „Stille Gesellschaft“

Kleinstkapitalgesellschaft

Unter einer Kleinstkapitalgesellschaft versteht man eine kleine Kapitalgesellschaft, die an den Stichtagen der Jahresabschlüsse von zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren die in § 267a Abs. 1 Satz 1 HGB genannten Schwellenwerte nicht überschritten hat:

  • 350.000 Euro Bilanzsumme,
  • 700.000 Euro Nettoumsatzerlöse und
  • eine durchschnittliche Anzahl während eines Geschäftsjahres von 10 Mitarbeitern.

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Liquidation

Unter Liquidation versteht man die Beendigung der laufenden Geschäfte eines Unternehmens mit Liquidierung des Unternehmensvermögens, insbesondere durch Einziehung noch vorhandener Forderungen und Tilgung bestehender Schulden gegenüber Gläubigern. Diese findet u.a. dann statt, wenn eine Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft aufgelöst wird oder die Rechtsfähigkeit verliert. Continue reading „Liquidation“

Durchgriffshaftung

Die Durchgriffshaftung ist eine der wenigen Ausnahmen bei einer juristischen Person (GmbH, AG, UG haftungsbeschränkt, Verein), wo die Organe bzw. Mitglieder persönlich, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch mit ihrem eigenen Privatvermögen für Verbindlichkeiten der Gesellschaft oder des Vereins haften. Eine (echte) Durchgriffshaftung des Gesellschafters einer

ist nach der Rechtsprechung dann zulässig, wenn die Berufung auf die Selbständigkeit der juristischen Person gegen Treu und Glauben gem. § 242 BGB verstoßen würde. Es handelt sich um Einzelfälle mit klar umgrenzen Voraussetzungen und Rechtsfolgen, wie z.B. der existenzvernichtende Eingriff eines beherrschenden Gesellschafters in die GmbH. Continue reading „Durchgriffshaftung“