Quellensteuer

Quellensteuer ist die Bezeichnung für eine Steuer, die direkt an der „Quelle“ erhoben wird, aus der die Einkünfte stammen.

Die folgenden Ertragsteuern sind die bekanntesten Beispiele einer Quellensteuer, die im Einkommensteuergesetz (=EStG) geregelt sind:

  • Lohnsteuer auf den Arbeitslohn des Arbeitgebers,
  • Zinsabschlagsteuer auf die Einkünfte aus Kapitalvermögen bei Kreditinstituten,
  • Kapitalertragsteuer auf die Dividenden bei Gewinnausschüttungen einer Kapitalgesellschaft.

Quellensteuern werden bei der Veranlagung zur Einkommensteuer bzw. zur Körperschaftsteuer grundsätzlich wie eine Steuervorauszahlung behandelt.

Zinsabschlagsteuer und Kapitalertragsteuer werden ab 2009 ersetzt durch die Abgeltungssteuer. Hiermit tritt in Deutschland auch ein Systemwechsel ein, da die Ertragsteuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen und auf Dividenden zukünftig durch die Abgeltungssteuer abgegolten werden und bei der Veranlagung zur Einkommensteuer nicht mehr berücksichtigt werden.