Scheinselbständigkeit

Ein Fall der Scheinselbständigkeit liegt vor, wenn ein vermeintlich selbständiger Auftragnehmer im Verhältnis zu seinem Auftraggeber nach objektiven Kriterien tatsächlich wie ein sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer zu behandeln ist. Die notwendige Abgrenzung zwischen einem selbständigen Unternehmer und einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer bereitet in der Praxis oft erhebliche Schwierigkeiten, da die Grenzen meist fließend sind. Die Entscheidung hat Ausstrahlungswirkungen in verschiedene Richtungen, die sich aus dem Arbeitsrecht, Steuerrecht und vor allem aus dem Sozialversicherungsrecht ergeben. An die Prüfung einer Scheinselbständigkeit schließt sich oft die Prüfung der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für selbständige Unternehmer (mit nur einem Auftraggeber) an, ist von letzterer aber strikt zu unterscheiden. Schon alleine die Existenz der Regelung in § 2 Nr. 9 SGB VI impliziert, dass jemand auch mit nur einem Auftraggeber als selbständiger Unternehmer tätig sein kann.

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Markt

Mit dem Begriff Markt bezeichnet man das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage hinsichtlich eines oder mehrerer Güter innnerhalb eines bestimmten Gebiets und eines begrenzten Zeitraums. Je nach Anzahl der Marktteilnehmer auf der Angebots- oder Nachfrageseite unterscheidet man verschiedene Marktformen, insbesondere Monopol, Oligopol und Polypol. Continue reading „Markt“

Erfindung

Bei einer Erfindung handelt es sich um einen kreativen Schöpfungsakt, durch den ein bestehendes Problem gelöst wird, sei es durch einen Gegenstand oder eine immaterielle Leistung. Hierbei ist unbeachtlich, ob dadurch neues Wissen generiert wird oder nur vorhandenes Wissen für die Lösung des Problems auf neue Art und Weise angewendet wird. Den meisten Erfindungen ist gemeinsam, dass sie weder zum Zwecke einer Unternehmensgründung noch im Sinne neuer Produkte oder Dienstleistungen wirtschaftlich verwertbar sind. Letzteres ist auch von den aktuellen bzw. lokalen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Erfinders abhängig. Continue reading „Erfindung“

Wirtschaftsgüter

Wirtschaftsgüter erscheinen entweder als materielle Sachgüter oder als immaterielle Dienstleistungen und dienen der unmittelbaren Befriedigung menschlicher Bedürfnisse. Materielle Wirtschaftsgüter werden weiter unterteilt in Konsum- oder Produktionsgüter, wobei diese nochmals jeweils in Gebrauchs- und Verbrauchsgüter unterteilt werden. Bei immateriellen Wirtschaftsgütern in Form von Dienstleistungen ist ebenfalls zu unterscheiden zwischen Dienstleistungen für den Konsum und für die Produktion. Continue reading „Wirtschaftsgüter“

Bedürfnisse

Menschliche Bedürfnisse entstehen aus Mangelgefühlen und unbefriedigten Wünschen. In der Theorie sind die menschlichen Bedürfnisse unendlich groß und wachsen immer wieder nach, sobald sie erfüllt wurden. Zu unterscheiden sind die Bedürfnisse nach ihrer Dringlichkeit, nach der Art der Befriedigung und der Bewusstheit ihres Bestehens. Nach Abraham Maslow sind die menschlichen Bedürfnisse hierarchisch nach Art einer Pyramide zu ordnen, wobei die Grundbedürfnisse wie Hunger und Durst die unterste Stufe bilden, während der Wunsch nach Selbstverwirklichung die oberste Stufe bildet. Continue reading „Bedürfnisse“

Reinheitsgebot

Das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 gilt als älteste bis heute geltende lebensmittelrechtliche Vorschrift, die zunächst regional in den bayerischen Herzogtümern der Wittelsbacher galt und im 20. Jahrhundert auf ganz Deutschland erweitert wurde. Hiernach werden im Wesentlichen die erlaubten Zutaten beim Bierbrauen auf Gerste, Hopfen und Wasser beschränkt. Continue reading „Reinheitsgebot“