Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer, wobei die Arbeitgeber verpflichtet sind, die vom Arbeitslohn zu zahlende Einkommensteuer im Wege des Lohnsteuerabzugs einzubehalten und an das Betriebsstättenfinanzamt abzuführen. Das gleiche gilt für den Solidaritätszuschlag zur Lohnsteuer und die Kirchensteuer. Nach Ablauf des Kalenderjahres kann der Arbeitnehmer auf Grundlage der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers eine eigenständige Veranlagung zur Einkommensteuer durchführen.

Inhalt:

1. Grundlagen
2. Höhe
3. Lohnsteuerbescheinigung
4. Arbeitsentgelt
5. Weitere Formalitäten bei Mitarbeitern

1. Grundlagen der Lohnsteuer

Grundlage des Lohnsteuerabzugs ist die Lohnsteuerkarte, die jeder Arbeitnehmer von „seiner“ Gemeinde vor Beginn eines jeden Kalenderjahres erhält. Auf der Lohnsteuerkarte werden die Steuerklasse und die Zahl der Kinderfreibeträge sowie die Religionszugehörigkeit bescheinigt. Ferner werden auf der Lohnsteuerkarte Pauschbeträge für Körperbehinderte und Hinterbliebene eingetragen. Weitere Freibeträge werden auf Antrag des Arbeitnehmers vom Finanzamt geändert oder ergänzt und auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Soweit der Arbeitnehmer zu Beginn der Beschäftigung (oder zu Beginn des Kalenderjahres)  keine (neue) Lohnsteuerkarte vorlegt, ist die Lohnsteuer nach der Steuerklasse VI  zu berechnen.

2. Höhe

Die Höhe der Lohnsteuer ist abhängig von der Höhe des Arbeitsentgelts, von der Lohnsteuertabelle und den jeweiligen Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte des Beschäftigten.

3. Lohnsteuerbescheinigung

Nach Ablauf des Wirtschaftsjahres bzw. nach Beendigung der Beschäftigung muss der Arbeitgeber eine Lohnsteuerbescheinigung ausstellen, in der

  • die Höhe des jährlichen Arbeitsentgelts,
  • die einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer,
  • der Solidaritätszuschlag und
  • der Arbeitnehmeranteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag

angegeben sind.

Seit 2005 ist die Lohnsteuerbescheinigung auf elektronischem Weg auch an das Betriebsstättenfinanzamt zu übermitteln.

4. Arbeitsentgelt

Zum Arbeitsentgelt gehören nach dem Sozialgesetzbuch alle laufenden und einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, unabhängig davon,

  • ob ein Rechtsanspruch auf die Einnahmen besteht,
  • wie die Einnahmen bezeichnet werden
  • in welcher Form sie geleistet werden
  • ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder
  • im Zusammenhang mit der Beschäftigung erzielt werden.

Zum Arbeitsentgelt gehören unter anderem folgende Gehaltsbestandteile:

  • Laufendes Arbeitsentgelt
  • Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt
  • Dienstwagen
  • Sonstige Sachbezüge

5. Weitere Formalitäten bei Mitarbeitern

Sobald Unternehmen Arbeiter oder Angestellte beschäftigen, ergeben sich viele zusätzliche Formalitäten und gesetzliche Vorschriften, die zwingend zu beachten sind.