Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer gehört zu den Ertragsteuern und wird auf das zu versteuernde Einkommen juristischer Personen erhoben, die entweder ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz im Inland haben.

1. Rechtsgrundlagen zur Körperschaftsteuer

Gesetzliche Rechtsgrundlage für die Körperschaftsteuer (KSt) ist das Körperschaftsteuergesetz (KStG), das die Einkommensbesteuerung juristischer Personen regelt. Ergänzt wird das KStG durch die KSt-Durchführungsverordnung (KSt DVO) sowie die KSt-Richtlinien der Finanzverwaltung.

2. Körperschaftsteuerpflicht

a. Unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht

Die Körperschaftsteuer wird gem. § 1 KStG auf das Einkommen der folgenden juristischen Personen erhoben, die entweder ihre Geschäftsleitung oder ihren Sitz im Inland haben:

  1. Kapitalgesellschaften, insbesondere Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung;
  2. Genossenschaften einschließlich der Europäischen Genossenschaften;
  3. Versicherungs- und Pensionsfondsvereine auf Gegenseitigkeit;
  4. sonstige juristische Personen des privaten Rechts;
  5. nichtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen des privaten Rechts;
  6. Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts.

Die genannten Rechtsformen mit Geschäftsleitung oder Sitz im Inland sind unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtig und unterliegen daher mit sämtlichen Einkünften der Körperschaftsteuer.

b. Beschränkte Körperschaftsteuerpflicht

Befindet sich die Geschäftsleitung oder der Sitz nicht im Inland, besteht nur eine beschränkte Steuerpflicht, die sich gem. § 2 KStG nur auf die inländischen Einkünfte erstreckt.

c. Befreite Unternehmen

Die von der Körperschaftsteuerpflicht befreiten Körperschaften werden in § 5 KStG definiert, insbesondere die Unternehmen des Bundes, Körperschaften mit kirchlichen, gemeinnützigen oder mildtätigen Zwecken, politische Parteien i.S.d. § 2 PartG, wenn kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb unterhalten wird.

3. Besteuerungsgrundlage

Besteuerungsgrundlage ist gem. § 7 KStG das zu versteuernde Einkommen, das nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes (EStG) und den §§ 8 ff. KStG ermittelt wird. Ausgangsbasis ist der Gewinn gem. Steuerbilanz, der gegebenenfalls unter Berücksichtigung besonderer Vorschriften für steuerliche Zwecke zu korrigieren ist, z.B. bei notwendiger Hinzurechnung nichtabziehbarer Aufwendungen gem. § 10 KStG. Dies führt zunächst zum Gesamtbetrag der Einkünfte, der bei entsprechendem Verlustvortrag aus den Vorjahren unter Berücksichtigung der Regelungen in § 10d EStG nochmals zu korrigieren ist. Nach Abzug etwaiger Freibeträge gem. §§ 24, 25 KStG entspricht das Ergebnis dem zu versteuernden Einkommen, auf das der Körperschaftsteuersatz gem. § 23 KStG anzuwenden ist.

4. Körperschaftsteuersatz

Der Körperschaftsteuersatz wurde gem. § 23 Abs. 1 KStG auf 15 % des zu versteuernden Einkommens beziffert, wobei der Steuerbetrag auf volle Euro abgerundet wird. Zusätzlich zur Körperschaftsteuer wird nach § 1 SolZ ein Solidaritätszuschlag als Ergänzungsabgabe erhoben, wobei diesbezüglich die Körperschaftsteuer als Bemessungsgrundlage dient. In der Summe wird das zu versteuernde Einkommen mit einem einheitlichen Steuersatz von 15,825% belastet.