Kinderbetreuungskosten

Berufstätige Eltern können Kinderbetreuungskosten bei ihren Einkünften aus selbständiger oder nicht selbständiger Arbeit wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten absetzen. Abzugsfähig sind nur die tatsächlich angefallenen Kosten für Dienstleistungen, die zur Kinderbetreuung in Anspruch genommen werden. Abzugsberechtigt ist nur derjenige, der die Kosten tatsächlich gezahlt hat.

Abzugsfähige Kinderbetreuungskosten

Voraussetzung für den Abzug der Kinderbetreuungskosten als Betriebsausgaben oder Werbungskosten ist zunächst

  • die selbständige oder nichtselbständige Erwerbstätigkeit
  • beider Elternteile bzw. des alleinerziehenden Elternteils.

Es werden nur die tatsächlich gezahlten Kosten der Kinderbetreuung berücksichtigt, soweit diese für

  • Kinder bis zum 14. Geburtstag oder
  • behinderte Kinder

anfallen. In der Höhe ist die Abzugsfähigkeit auf 2/3 der tatsächlich gezahlten Kosten begrenzt. Die Abzugsfähigkeit ist jedoch auf einen Höchstbetrag von EUR 4.000,00 je Kind gedeckelt.

Kinderbetreuungskosten sind bei berufstätigen Eltern vorrangig wie

  • Betriebsausgaben bei selbständiger Arbeit oder
  • Werbungskosten bei nichtselbständiger Arbeit

abzuzuziehen.

Subsidiär ist ein Abzug als Sonderausgaben möglich,

wenn beide Elternteile oder der alleinerziehene Elternteil

  • in Ausbildung
  • krank oder
  • behindert

sind.

Im Übrigen sind die tatsächlich gezahlten Kosten wie Sonderausgaben abzugsfähig, soweit diese für Kinder vom vollendeten 3. bis zum nicht vollendeten 6. Lebensjahr anfallen. Auch in diesen Fällen gelten die oben genannten Höchstgrenzen.

Die vorstehenden Ausführungen geben die Rechtslage zur Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten bis 2011 wider. Vgl. hier die Rechtslage zur Abzugsfähigkeit der Kinderbetreuungskosten ab 2012.