Forderung

Eine Forderung ist der Anspruch eines Gläubigers auf Erbringung einer bestimmten Leistung, der aus einem vertraglichen, gesetzlichen oder öffentlich-rechtlichen Schuldverhältnis entstanden ist. Im Unternehmen bilden Forderungen einen Vermögensgegenstand, der in einer Bilanz im Rahmen des Aktivvermögens gesondert auszuweisen ist. Continue reading „Forderung“

Franchise

Das Franchise ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt. Ein Franchisegeber stellt auf Basis eines Vertrages dem Franchisenehmer die regionale Nutzung eines Geschäftskonzepts, Warenzeichen, Warenmuster oder Geschmacksmuster entgeltlich zur Verfügung. Der Franchisenehmer ist rechtlich selbstständiger Unternehmer und zahlt für die Nutzung des Gegenstands die vertraglich vereinbarten Gebühren. Zu einem gut funktionierenden System gehört in der Regel die Verwendung eines einheitlichen Vertriebsystems, eine einheitliche Ausstattung, ein einheitlicher Firmennamen und das einheitliche Auftreten nach außen mittels eines Symbols oder Marke. Der Franchisegeber bildet den Franchisenehmer zu Beginn aus und überprüft regelmäßig die Umsetzung des Konzeptes. Continue reading „Franchise“

Fernabsatzvertrag

Ein Fernabsatzvertrag ist ein Vertrag zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen, der unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln wie beispielsweise

  • per Brief,
  • Katalog,
  • Internet,
  • E-Mail oder
  • Katalog

im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebssystems (= Versandhandel) abgeschlossen wird. In diesem Fall hatten die Vertragsparteien also zu keiner Zeit direkten persönlichen Kontakt. Handelt es sich um so einen Fernabsatzvertrag, muss der Unternehmer den Verbraucher gem. § 312c BGB i.V.m. Art. 246 §§ 1 und 2 EGBGB vor Abschluß des Vertrages umfassend und klar über alle Einzelheiten des Vertrags hinsichtlich Leistung und Gegenleistung informieren. Einzelheiten hierzu ergeben sich aus Art. 246 § 1 EGBGB. Continue reading „Fernabsatzvertrag“

Freiberufler

Der Begriff Freiberufler ist nach Auffassung des BVerfG soziologischer Natur, nicht eindeutig abgrenzbar und unterliegt einem stetigen Wandel. Der Gesetzgeber hat in § 1 Abs. 2 des PartnerschaftsG folgende Definition der Freien Berufe aufgenommen:

”Freie Berufe sind gekennzeichnet durch

  • eine besondere berufliche Qualifikation oder eine besondere schöpferische Begabung,
  • die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art,
  • die Erbringung einer Tätigkeit im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit.“

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Firmierung bzw. Firmennamen

Die Firmierung des Unternehmens ist zunächst entscheidend davon abhängig, in welcher Rechtsform das Unternehmen geführt wird. In Deutschland stehen dem Unternehmer hierfür verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, angefangen vom Einzelunternehmen für Existenzgründer, die ihren Betrieb als Inhaber alleine führen wollen. Für mehrere Gesellschafter stehen die Personengesellschaften mit den Rechtsformen GbR, OHG und KG sowie die Kapitalgesellschaften mit den Rechtsformen GmbH und AG zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es Mischformen, allen voran die Rechtsform der GmbH & Co. KG. Continue reading „Firmierung bzw. Firmennamen“