Darlehen

Durch einen Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber gem. § 488 BGB verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe (oder vertretbare Sachen) zur Verfügung (= Darlehen) zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.

Darlehensvertrag

Die vertragliche Grundlage eines Darlehens ist der Darlehensvertrag, in dem sich Darlehensgeber gem. § 488 Abs. 1 BGB verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Darlehensnehmer, den geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen. Nach § 488 Abs. 2 BGB sind die vereinbarten Zinsen pro Jahr abzurechnen und zu bezahlen, sofern das Darlehen nicht vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuzahlen ist. In diesem Fall ist der geschuldete Zins bei der Rückzahlung des Darlehens zu entrichten. In der Regel wird in dem Darlehensvertrag ein Fälligkeitstermin bestimmt, zu dem das Darlehen zurückzuzahlen ist. Anderenfalls hängt die Fälligkeit der Darlehensrückzahlung davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt, wobei die gesetzliche Kündigungsfrist gem. § 488 Abs. 3 BGB grundsätzlich drei Monate beträgt. Handelt es sich um ein unverzinsliches Darlehen, ist der Darlehensnehmer jederzeit (auch ohne vorherige Kündigung) zur Rückzahlung berechtigt.

Darlehensarten

In der Praxis unterscheidet man je nach Fälligkeit, Verzinsung und Sicherheiten unterschiedliche Darlehensarten, z.B. Annuitäten-, Tilgungs- und Fälligkeitsdarlehen, entgeltliche, unentgeltliche und partiarische Darlehen oder Hypothekendarlehen.

Besicherung des Darlehens

Die Ausgabe von Darlehen an Unternehmen und Privatpersonen ist das wichtigste Kreditgeschäft der Banken und Sparkassen, wobei Darlehen und Kredit nicht identische Begriffe sind. In der Regel stellt der Darlehensnehmer dem Darlehensgeber eine Sicherheit zur Verfügung, z.B. in Form einer Bürgschaft, Hypothek, Grundschuld oder eines Pfandrechts.

Sonderfall: Verbraucherdarlehen

Handelt es sich auf Seiten des Darlehensgebers um ein Unternehmen (i.d.R. eine Bank oder Sparkasse) und auf Seiten des Darlehensnehmers um einen Verbraucher, gelten zu dessen Schutz die zwingenden Vorschriften über den Verbraucherdarlehensvertrag, die in §§ 491 ff BGB geregelt sind.