Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bezeichnet den Gesamtwert aller Güter eines Landes einschließlich aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres nach Abzug aller Vorleistungen hergestellt bzw. erbracht werden. Das Bruttoinlandsprodukt ist eine vergleichbare Maßeinheit für die volkswirtschaftliche Leistung eines Landes in einem bestimmten Zeitraum.

Das Bruttoinlandsprodukt

Mit der volkswirtschaftlichen Meßgröße „Bruttoinlandsprodukt Deutschlands“ wird beispielsweise der Wert aller Güter und Dienstleistungen erfasst, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen Deutschlands erwirtschaftet werden. Darin enthalten sind neben den Leistungen aller Inländer auch die Leistungen aller Ausländer, soweit die Leistungen innerhalb Deutschlands erwirtschaftet werden. Die außerhalb der Landesgrenzen Deutschlands erwirtschafteten Leistungen werden dagegen nicht berücksichtigt, selbst wenn sie von deutschen Unternehmen erwirtschaftet werden.

Bei der Ermittlung des BIP wird zwischen der Entstehungs-, Verteilungs- und Verwendungsrechnung unterschieden. Bei der Entstehungsrechnung wird das BIP in den Wirtschaftsbereichen seiner Entstehung (z.B. Land- und Forstwirtschaft, Produktion, Handel, Gastgewerbe und Verkehr, öffentliche und private Dienstleister) gemessen. Die Verwendungsrechnung ermittelt das BIP als Summe aus privatem und staatlichem Konsum, Investitionen und Außenbeitrag. Bei der Verteilungsrechnung wird das BIP aus der Summe der Lohn- und Gehaltseinkommen der Arbeitnehmer, der Unternehmensgewinne und der Vermögenserträge innerhalb einer Volkswirtschaft berechnet.

Das Bruttoinlandsprodukt dient sowohl zum Vergleich der Leistungen einer Volkswirtschaft über verschiedene Zeiträume (z.B. einzelne Jahre) als auch zum Vergleich mit anderen Volkswirtschaften, z.B. mit anderen Ländern der Europäischen Union.