Bestätigungsschreiben

Das (kaufmännische) Bestätigungsschreiben bezweckt die schriftliche Dokumentation mündlich getroffener (auch telefonisch) Vereinbarungen im Handelsverkehr durch einen der beteilligten Vertragspartner. Es ist nicht zu verwechseln mit der Auftragsbestätigung, die ebenfalls meist im Anschluss an einen mündlich erteilten Auftrag erfolgt.

Kaufmännisches Bestätigungsschreiben

Weicht der Inhalt eines solchen kaufmännischen Bestätigungsschreibens von dem vorher mündlichen vereinbarten Inhalt ab und nimmt der Empfänger den Inhalt widerspruchslos hin, so gilt der Inhalt nach Handelsbrauch grundsätzlich als vereinbart. Diese Wirkung des Schweigens lässt sich nur vermeiden, wenn der Empfänger rechtzeitig widerspricht.

Ein kaufmännisches Bestätigungsschreiben kann sogar – das Schweigen des Empfängers vorausgesetzt – einen Vertrag mit entsprechendem Inhalt begründen, selbst wenn ein solcher bei den vorangegangenen Verhandlungen noch nicht zustande gekommen ist. Es kann also sowohl den

  • Inhalt eines vorangegangenen Vertrags modifizieren als auch
  • einen Vertrag mit entsprechendem schriftlich dokumentierten Inhalt begründen.

Diese Rechtswirkungen des kaufmännischen Bestätigungsschreibens gelten uneingeschränkt unter Kaufleuten. Gegenüber einem Nichtkaufmann kann es selbst bei dessen Schweigen nur ausnahmsweise Rechtswirkungen entfalten.